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FinanceScout24

Zürich, 24. August 2020

Während Corona: Über 65-jährige Frauen suchen 81 Prozent häufiger nach Fahrzeugversicherungen

Die Coronakrise beeinflusst die Mobilitätspräferenzen: Wie Daten von FinanceScout24 zeigen, haben sich die Suchanfragen nach Fahrzeugver-sicherungen von März bis Mai verdoppelt. Einen hohen Anstieg gab es mit über 80 Prozent bei den Frauen ab 65 Jahren.

Fast vollständige Stilllegung des gesellschaftlichen Lebens und anschliessende Zurückhaltung bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel: Die Coronakrise hat neben vielen anderen Effekten auch nennenswerte Auswirkungen auf das Mobilitätsbedürfnis der Schweizerinnen und Schweizer. Als Mitte März die ausserordentliche Lage ausgerufen wurde, sank die Nachfrage nach Fahrzeugversicherungen auf FinanceScout24 um knapp ein Viertel gegenüber dem Jahresbeginn 2020. Versicherungsexpertin Sandra Best von FinanceScout24 sagt dazu: «Diese Ausnahmesituation hat viele dazu gebracht, ihre Prioritäten neu zu setzen. Plötzlich machte man sich Gedanken über Dinge, die vorher als selbstverständlich galten. Anderes verlor an Bedeutung. Ausserdem konnte zu Beginn des Lockdowns niemand voraussehen, wie lange dieser andauern würde. Und wenn man in den eigenen vier Wänden bleiben muss, haben Autos und Fahrzeugversicherungen keine Priorität.»

Steigende Temperaturen, steigendes Interesse an Autos – gerade in Coronazeiten

Die Trendwende kam nach dem Lockdown: Für FinanceScout24 war der Mai der Spitzenmonat im ersten Halbjahr 2020: In diesem wurden auf der Plattform rund 25 Prozent mehr Motorfahrzeugversicherungen verglichen als durchschnittlich in jedem anderen Monat des Halbjahres. Diese Entwicklung lässt sich über alle Kantone hinweg feststellen. Sandra Best erklärt: «Die Saisonalität spielt bei Versicherungsthemen eine grosse Rolle. Der Frühling ist die Zeit der Fahrzeugkäufe.» Insofern sei die Zunahme an Versicherungsvergleichen in der Frühlingszeit per se nichts Aussergewöhnliches.

Laut der Expertin kam heuer jedoch noch ein weiterer Faktor hinzu – die Lockerungen der Coronamassnahmen im Mai: «Nach den langen Monaten daheim freuten sich viele darauf, das schöne Wetter wieder vermehrt draussen zu geniessen.» Allerdings empfahl der Bundesrat weiterhin, die öffentlichen Verkehrsmittel nach Möglichkeit zu vermeiden. «Das Auto bietet in dieser unsicheren Zeit für viele eine Alternative zu vollen Zügen, Bussen und Trams», erklärt Sandra Best. Eine repräsentative Umfrage von AutoScout24 und intervista vom Juni 2020 stützt diese Aussage: Ein Fünftel der Personen, die vor der Pandemie noch kein Fahrzeug besassen, haben während der Coronakrise den Entschluss gefasst, ein eigenes Auto zu kaufen. Der in der Studie am meisten genannte Grund hierfür sind Bedenken bei der Nutzung des ÖV. Ausserdem sind laut Versicherungsexpertin Sandra Best die Fahrzeugpreise teilweise markant gesunken. Dieser Umstand könnte ein weiterer Grund dafür sein, dass viele ihren schon länger gehegten Wunsch nach einem (neuen) Auto oder Motorrad nun erfüllt haben. Das zeigen auch Angaben von AutoScout24, wo die Nutzerzahlen nach der Aufhebung der ausserordentlichen Lage im Mai ebenfalls wieder angestiegen sind (vgl. Mitteilung vom 7. Juli 2020).

Risikogruppe: Frauen ab 65 Jahren setzen lieber aufs eigene Fahrzeug

Eine auffällige Erhöhung der Suchanfragen für Fahrzeugversicherungen verzeichnete FinanceScout24 bei den Frauen ab 65 Jahren: Diese betrug im Mai 81 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dazu meint Versicherungsexpertin Sandra Best: «Über 65-Jährige gehören zur Gruppe der durch das Coronavirus besonders gefährdeten Personen – und diese sollten und sollen den öffentlichen Verkehr aufgrund des erhöhten Ansteckungsrisikos so gut es geht meiden.» Bei den über 65-jährigen Männern ist der Anstieg in derselben Zeitperiode mit rund einem Drittel vergleichsweise gering. «Über die Gründe hierfür können wir nur mutmassen», sagt die Expertin. «Wahrscheinlich besassen Männer ab 65 Jahren bereits vor der Coronakrise häufiger ein eigenes Fahrzeug als Frauen derselben Altersgruppe.»

Weniger ÖV heisst nicht zwingend nur mehr Auto

Offenbar weichen die Schweizerinnen und Schweizer hinsichtlich Mobilität jedoch nicht nur auf Autos aus: Eine Analyse von anibis.ch zeigt, dass die Suchanfragen nach Velos im Juni rund zweimal höher waren als zur selben Zeit im Vorjahr. Und auch ein anderes Fortbewegungsmittel hat gerade Hochsaison: In den letzten vier Wochen wurden auf anibis.ch 150 Prozent mehr Suchanfragen für Boote verzeichnet als in der gleichen Periode 2019 (vgl. Mitteilung vom 13. Juli 2020).

Weitere Einschätzungen rund um das Mobilitätsverhalten gibt die Versicherungsexpertin Sandra Best im Interview auf financescout24.ch.

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