ImmoScout24

Flamatt, 2. Dezember 2020

Sinkende Mieten und steigende Hauspreise im November

Swiss Real Estate Offer Index

Gegenläufige Trends auf dem Schweizer Immobilienmarkt: Einfamilien-häuser sind begehrt wie nie, während die inserierten Mietpreise im November deutlich sinken. Hinter dieser Entwicklung stehen verschiedene Faktoren, wie der Swiss Real Estate Offer Index zeigt.

Die Hoffnung ist gross, dass die Schweiz den Höhepunkt der zweiten Covid-Welle bereits überstanden hat. Gleichzeitig mit der Zahl der Ansteckungen haben im November auch die Angebotsmieten klar nachgelassen: Im Vergleich zum Oktober sind die Mietpreise im Landesmittel um 0,6 Prozent gesunken. Ein Grund dafür ist das wachsende Angebot. Die Zahl der Mietwohnungsinserate ist im November um 4,6 Prozent gestiegen, wie der von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI AG erhobene Swiss Real Estate Offer Index zeigt.

Die Mietpreise entwickeln sich je nach Region unterschiedlich: Der deutlichste Rückgang ist in der Zentralschweiz (−1,1 Prozent) zu beobachten. Auch in der Ostschweiz (−0,7 Prozent), im Mittelland (−0,5 Prozent), in der Nordwestschweiz (−0,4 Prozent) und in der Genferseeregion (−0,2 Prozent) dürfen sich Mieter auf Wohnungssuche über günstigere Preise freuen. Gestiegen sind die Mieten hingegen in der Grossregion Zürich (+0,4 Prozent) sowie im Tessin (+1,4 Prozent).

Einfamilienhäuser werden noch begehrter

Im Gegensatz dazu scheint die Nachfrage nach Einfamilienhäusern keine Grenzen zu kennen. Im November sind die inserierten Hauspreise erneut um 1,7 Prozent gestiegen. Noch eindrücklicher ist der langfristige Anstieg: Über die vergangenen zwölf Monate haben die ausgeschriebenen Preise für Einfamilienhäuser um 6,7 Prozent zugenommen. Auch Eigentumswohnungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit, wie die Preissteigerung von 4,4 Prozent in Jahresfrist belegt. Im November ist allerdings zum ersten Mal seit Monaten ein Rückgang (−0,8 Prozent) der Wohnungspreise zu beobachten.

Warum entwickeln sich Miet- und Wohneigentumspreise in unterschiedliche Richtungen? «Ein Grund dürfte eine Verschiebung der Nachfrage wegen der Corona-Pandemie sein», erklärt Martin Waeber, Managing Director von ImmoScout24. «Viele Menschen suchen mehr Wohnraum, mehr Umschwung und mehr Sicherheit – und möchten dies in Form von Wohneigentum realisieren». Das Angebot an Häusern könne mit diesem Ansturm kaum mithalten. Gleichzeitig stünden im Land fast 70‘000 Mietwohnungen leer und die geringere Zuwanderung bremse die Wohnraumnachfrage insgesamt. «Steigende Wohneigentumspreise und stagnierende Mieten dürften uns deshalb auch in den kommenden Monaten begleiten», so der Experte.

Der Swiss Real Estate Offer Index wird auf den Webseiten von ImmoScout24 und der IAZI AG publiziert.

www.immoscout24.ch/immobilienindex
www.iazi.ch/angebotsindizes

Detaillierte Informationen und Statistiken zur schweizweiten Entwicklung und zu den Entwicklungen in den verschiedenen Grossregionen finden sich im Downloadbereich.

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