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ImmoScout24

Flamatt, 4. Mai 2020

Preisdynamik von Mieten und Wohneigentum verlangsamt sich

Swiss Real Estate Offer Index

Nachdem die Mieten und Preise im März von der Corona-Krise unbeeindruckt schienen, zeigt der Swiss Real Estate Offer Index im April erste Anzeichen, dass das Preiswachstum gebremst wird. Während sich die Mietentwicklung bereits im leicht negativen Bereich befindet, verzeichnet das Wohneigentum eine Nullrunde.

Es ist soweit: Die Auswirkungen von COVID-19 lassen sich nun auch im Immobilienmarkt beobachten. Zwar hat sich die Anzahl Mietinserate seit Ende März stabilisiert, gleichzeitig sind die ausgeschriebenen Mietpreise jedoch um -0,7 % zurückgegangen. Dies zeigt der von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI AG erhobene Swiss Real Estate Offer Index. Die negative Tendenz wird auch aus Jahressicht, mit einer Abnahme von -1,2 %, verdeutlicht.

«Es dürften vor allem zwei Gründe sein, die den Mietern die Lust an einem Umzug vergehen lassen. Einerseits die aktuelle Verunsicherung der Bevölkerung durch COVID-19, andererseits die Angst einer bevorstehenden Rezession der Schweizer Wirtschaft», erklärt der Managing Director von ImmoScout24, Martin Waeber. Gleichzeitig sei davon auszugehen, dass sich die fehlende Zuwanderung im Mietwohnungsmarkt bemerkbar machen werde. Der Immobilienexperte wagt einen Blick in die Zukunft und erklärt: «Die aktuell limitierten Einreisebestimmungen dürften zu steigenden Leerständen und so zu stagnierenden oder sogar zu sinkenden Mieten führen. Andererseits könnte die fehlende Nachfrage jedoch mittelfristig durch die Verzögerung des Mietwohnungsbaus und eines dadurch rückläufigen Angebots ausbalanciert werden.»

Die einzelnen Regionen unterscheiden sich in ihrer Mietpreisentwicklung zum Teil erheblich vom Landesmittel. So nehmen die Mieten in der Ostschweiz weiterhin zu (+0,9 %), während sie sich im Mittelland (+0,1 %), in der Nordwestschweiz (-0,1 %) und in Zürich (-0,2 %) seitwärts bewegen. Eine Abnahme verzeichnen die Genferseeregion (-0,9 %), die Zentralschweiz (-0,9 %) und das Tessin (-1,2 %).

Robuste Wohneigentumspreise

Die Preise im Wohneigentumsmarkt diesen April erweisen sich im Vergleich zum Mietwohnungsmarkt als stabil. Dennoch wird auch für die Eigenheime eine Verlangsamung der Preisdynamik erkennbar. Mit +0,2 % für Eigentumswohnungen und -0,2 % für Einfamilienhäuser bewegen sich die inserierten Kaufpreise seitwärts.

Die langfristige Optik zeigt jedoch, dass Wohneigentum beliebt bleibt: Aus Jahressicht nehmen die Preise von Einfamilienhäusern um 1,3 % zu, während die Eigentumswohnungspreise sogar eine Zunahme von 3,8 % verbuchen. Wo die Eigenmittel ausreichen und die Tragbarkeit gewährleistet ist, überwiegen die attraktiven Finanzierungsbedingungen und drängen vielfach allfällige Bedenken zu den wirtschaftlichen Aussichten in den Hintergrund.

Der Swiss Real Estate Offer Index wird auf den Webseiten von ImmoScout24 und der IAZI AG publiziert.

www.immoscout24.ch/immobilienindex 
www.iazi.ch/angebotsindizes

Detaillierte Informationen und Statistiken zur schweizweiten Entwicklung und zu den Entwicklungen in den verschiedenen Grossregionen finden sich im Downloadbereich.

 

 

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