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FinanceScout24

Zürich, 1. April 2020

Einschneidende Entwicklung am Hypothekenmarkt

Am 20. März haben die Swapsätze* für zehnjährige Festhypotheken die magische Grenze von 0.00 % zurückerobert. Hypothekarexperte Michael Bader von FinanceScout24 zeigt die jüngsten Zinsentwicklungen auf und gibt Einschätzungen zum weiteren Verlauf am Hypothekenmarkt.

Zinsentwicklung seit Mitte 2019 bis ins erste Quartal 2020

Im vergangenen Jahr sanken die Hypothekarzinsen bis Mitte August auf ein historisches Allzeittief. «Zum ersten Mal waren etwa zehnjährige Festhypotheken bei Top-Vermittlern wie FinanceScout24 schon auf breiter Front ab 0.60 % p.a. (pro Jahr) erhältlich», sagt Michael Bader. Erst nachdem die Schweizerische Nationalbank im September entschied, die Leitzinsen aufgrund der positiven Konjunkturentwicklung nicht weiter zu senken, stiegen die Zinsen bis Ende des Jahres wieder auf ein etwas höheres Niveau: Zehnjährige Festhypotheken waren je nach Anbieter und Situation Ende Dezember zwischen 0.95 % und 1.15 % erhältlich.

Auf diesem Niveau startete das neue Jahr. Nachdem sich nun Covid-19 Mitte Januar immer weiter ausbreitete und Börsen und Geldmärkte stark darauf reagierten, begann ein deutlicher Zerfall der Hypothekarzinsen. Noch während der ersten beiden Märzwochen waren Berichte zu lesen, nach denen der Sinkflug der schon historisch tiefen Zinsen nun ungebremst weitergehen würde und Hausbesitzer oder Immobilienkäuferinnen sich auf immer tiefere Zinsen einstellen könnten. Dies dachten vermutlich die meisten – bis zum 20. März.

Gibt es eine Kehrtwende?

Am 20. März wurde kurzzeitig die Grenze von 0.00 % für die Swapsätze für zehnjährige Hypotheken durchbrochen. Dies hatte entsprechende Folgen für die Hypothekarzinsen, die in der Folge stark anstiegen. Konnte man zu Beginn der ausserordentlichen Lage in der Schweiz noch zehnjährige Festhypotheken für um die 0.50 %** p.a. abschliessen, liegen die Zinsen seit 23. März praktisch über Nacht im Schnitt bis zu einem halben Prozent höher. Experte Michael Bader zur Tendenz: «Es bleibt turbulent und wenig vorhersehbar, wohin sich das Ganze entwickeln wird. Ich gehe aber davon aus, dass wir nicht bald wieder mit diesen extrem tiefen Hypothekarzinsen rechnen können, die viele zum Teil schon als selbstverständlich ansahen.»

Dafür sprechen laut Michael Bader vor allem drei Gründe: Erstens der Entscheid der Zentralbanken Mitte März, die Leitzinsen nicht weiter zu senken. Zweitens werden die Hilfspakete für die durch die Krise in Not geratenen Wirtschaftsbranchen Unsummen an Geld benötigen. Mehrere Regierungen haben angekündigt, dass sie zur Finanzierung dieser Hilfen Gelder aufnehmen werden. Dritter Grund ist die Ausverkaufsstimmung an den Finanzmärkten: «Die durch die Krise auf dem Ölmarkt hoch verschuldeten amerikanischen Ölfirmen, die weltweit drohende Rezession und das erhöhte Kreditausfallrisiko durch drohende Unternehmenskonkurse haben enormen Einfluss auf den Kurswert der Obligationen.» Selbst stabile Obligationen wie die Schweizer Bundesobligationen haben in dieser Krise erheblich an Wert eingebüsst. Wenn aber die Kurswerte der Obligationen fallen, steigen im Gegenzug dazu die Zinsen. «Alle drei Faktoren zusammen haben extreme Turbulenzen in der Welt der Hypothekarzinsen ausgelöst.»

Prognose: «Günstigere Hypothekarzinsen als vor einem Jahr»

Michael Bader erwartet weiterhin eine hohe Nachfrage nach Hypotheken, denn: «Dieser Zinstsunami ist noch nicht zu Ende. Ich gehe davon aus, dass trotz zwischenzeitlicher kleinerer Schwankungen mittelfristig mit einem etwas höheren Zinsniveau zu rechnen ist, insbesondere, solange die Covid-19-Situation und die damit verbundenen Folgen für die Wirtschaft noch nicht absehbar sind.» Dies spüren auch die Kunden und wollen deshalb noch möglichst gute Konditionen ergattern. Aber: «Wir dürfen nicht vergessen, dass wir bis heute noch immer günstigere Hypothekarzinsen anbieten können als noch vor zwölf Monaten oder in den Jahren zuvor», relativiert Michael Bader. So oder so ist es wichtig, sich bei einer Ablösung oder dem Kauf einer Immobilie am Markt genau zu informieren und Angebote zu vergleichen. Die Hypothekarspezialisten von FinanceScout24 kennen den Zinsmarkt und die aktuelle Entwicklung genau und informieren Kundinnen und Kunden transparent darüber, wie Zinsen „entstehen“ und diese sich verändern. Dazu Hypothekarexperte Michael Bader: «Wir bei FinanceScout24 verstehen uns als mitdenkender und fairer digitaler Partner, der Hypothekarkunden zu einer selbstbestimmten und guten Entscheidung begleitet, beim passenden Anbieter und im richtigen Moment die beste Finanzierung zu finden.»

*Swapsätze sind eine Art Vereinbarung zwischen den Banken, mit denen diese den zukünftigen Geldaustausch regulieren. Sie bilden eine wichtige Grundlage für die Festlegung der Hypothekarzinsen.

**Die angegebenen Zinswerte gelten nicht für alle Finanzierungen. Sie können je nach Objekt, Höhe der Belehnung, Auszahlungsdatum, Tragbarkeit und finanzieller und persönlicher Situation der Kreditnehmenden deutlich variieren.

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