ImmoScout24

Flamatt, 3. Oktober 2017

Preise für Wohneigentum ziehen wieder leicht an

Swiss Real Estate Offer Index

Einfamilienhäuser sind im vergangenen Monat um 1,4 Prozent teurer geworden – damit ist der Rückgang von August fast wieder aufgeholt. Auch die Preise für Eigentumswohnungen sind mit einer Zunahme von 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat wieder leicht gestiegen. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Swiss Real Estate Offer Index, welcher von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI AG monatlich erhoben wird.

Hatten im August 2017 alle beobachteten Kategorien von Wohneigentum ein Minus als Vorzeichen, so ist es für den September ein durchgängiges Plus. «Alles spricht für ein moderates Wachstum bei den Wohnimmobilien ohne Anzeichen der Überhitzung», kommentiert Martin Waeber, Director ImmoScout24, die aktuellen Zahlen. Es zeichneten sich in der Schweiz keine Hinweise ab, die einen Zinsanstieg ankündigen könnten. «Auch wenn sich die USA von der grossen Geldschwemme verabschieden und damit eine Zinswende in Amerika herbeigeführt werden könnte, trifft dies keinesfalls auf Europa zu», so Waeber. Solange die meisten europäischen Staaten zur Stabilisierung ihrer Wirtschaft und der Haushalte niedrige Zinsen dringend benötigen, seien der Europäischen Zentralbank (EZB) die Hände gebunden. In der Folge ist gemäss dem Immobilienexperten auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) zur Untätigkeit verdammt, um nicht Gefahr zu laufen, den Franken gegenüber den anderen Währungen noch weiter zu stärken. «Vor diesem Hintergrund ist eine Liegenschaft nach wie vor eine renditeversprechende Wertanlage», so Waeber.

Auch über ein Jahr betrachtet, zeigt sich bei den Eigentumswohnungen mit +0,8 Prozent eine stabile Entwicklung. Einfamilienhäuser sind im selben Zeitraum um 5,9 Prozent teurer geworden.

Angebotsmieten minimal um 0,1 Prozent verteuert
Bei den Mieten weist der Swiss Real Estate Offer Index für September ein Plus von 0,1 Prozent aus. Ein Abschlag von -0,9 Prozent zeigt sich im Jahresvergleich. Dabei ist das Preisniveau in den Grossregionen unterschiedlich. Während die Angebotsmieten in der Genferseeregion um 0,7 Prozent zugelegt haben, zeigt sich in der Zentralschweiz ein Minus von -0,8 Prozent. Das Tessin gibt das im August gewonnene Terrain wieder ab (-2,4 Prozent). Unverändert zeigen sich die Mietpreise im Espace Mittelland. Die Kosten für eine durchschnittliche Mietwohnung mit 100 m Wohnfläche in der Schweiz liegen ebenfalls unverändert bei rund 2‘170 Franken pro Monat.

Der Swiss Real Estate Offer Index wird auf den Websites von ImmoScout24 und der IAZI AG publiziert.

www.immoscout24.ch/immobilienindex

www.iazi.ch/angebotsindizes

Detaillierte Informationen und Statistiken zur schweizweiten Entwicklung und zu den Entwicklungen in den verschiedenen Grossregionen finden sich im Downloadbereich

Mietangebote ganze Schweiz in CHF/m2:

Stand 30. September 2017

Zeithorizont

Anfang

Ende

   +/-

+/- %

Monat (September)

260.05

260.37

   0.32

   0.1

Jahr (09.16-09.17)

262.70

260.37

       -2.33

-0.9

Kaufangebote ganze Schweiz in CHF/m2:

Einfamilienhäuser: Stand 30. September 2017

Zeithorizont

Anfang

Ende

   +/-

+/- %

Monat (September)

6283.55

6372.91

    89.36

1.4

Jahr (09.16-09.17)

6020.48

6372.91

352.43

  5.9

Seit 1.1.2011

5458.33

6372.91

914.58

16.8

Eigentumswohnungen: Stand 30. September 2017

Zeithorizont

Anfang

Ende

    +/-

 +/- %

Monat (September)

7166.03

7214.33

  48.30

   0.7

Jahr (09.16-09.17)

7154.18

7214.33

60.15

   0.8

Seit 1.1.2011

5822.53

7214.33

1391.80

23.9

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